„Was soll bloß in Zukunft mal aus dir werden?!“ Mit diesem seufzenden und gleichzeitig drohenden Totschlagargument wird dem Kind mitgeteilt, dass es gegenwärtig dumm und psychisch gestört ist. Viele Eltern sorgen sich immer so furchtbar um die Zukunft ihres Kindes, anstatt sich um sein Wohlergehen in der Gegenwart zu kümmern. Mit der angeblichen Sorge um die Zukunft werden die erzieherischen Gräueltaten der Gegenwart gerechtfertigt.
Ich beneide viele Eltern um ihre hellseherischen Fähigkeiten: „Aus dir wird später mal dieses, jenes oder nichts.“ Viele dieser Prognosen sind nur deshalb richtig, weil sie auf dem Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung beruhen. Einfach ausgedrückt: Die Eltern bewirken was sie vorhersagen. Und dann folgt der triumphierende Hinweis: „Siehst du, das habe ich dir doch gleich gesagt!“
Was hindert viele Eltern eigentlich daran, Ihre zukunftgestalterischen Fähigkeiten zum Vorteil Ihrer Kinder zu nutzen? Sagen Sie ihrem Kind: „Ich möchte dich ermutigen es zu versuchen, ich glaube, dass du das schaffst, wenn du es wirklich willst.“ Im Erfolgsfall würde der Satz „siehst du, das habe ich dir doch gleich gesagt“ ganz anders klingen. Und im Fall des Misserfolgs halten Sie die Klappe oder trösten, wenn es gewünscht wird.
Ich wünsche Ihrem Kind für die Zukunft alles Gute.
Ich beneide viele Eltern um ihre hellseherischen Fähigkeiten: „Aus dir wird später mal dieses, jenes oder nichts.“ Viele dieser Prognosen sind nur deshalb richtig, weil sie auf dem Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung beruhen. Einfach ausgedrückt: Die Eltern bewirken was sie vorhersagen. Und dann folgt der triumphierende Hinweis: „Siehst du, das habe ich dir doch gleich gesagt!“
Was hindert viele Eltern eigentlich daran, Ihre zukunftgestalterischen Fähigkeiten zum Vorteil Ihrer Kinder zu nutzen? Sagen Sie ihrem Kind: „Ich möchte dich ermutigen es zu versuchen, ich glaube, dass du das schaffst, wenn du es wirklich willst.“ Im Erfolgsfall würde der Satz „siehst du, das habe ich dir doch gleich gesagt“ ganz anders klingen. Und im Fall des Misserfolgs halten Sie die Klappe oder trösten, wenn es gewünscht wird.
Ich wünsche Ihrem Kind für die Zukunft alles Gute.
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Die Zukunft betreffend ist es verbreitet und völlig ok, für sich selbst etwas zu erhoffen oder Mitmenschen etwas zu wünschen. Prognosen für das Eintreffen zukünftiger Ereignisse beruhen immer auf vergangenen Erfahrungen und daraus resultierenden Wahrscheinlichkeitsannahmen. Ein Wissen ist grundsätzlich nicht möglich, schon gar nicht, was menschliche Schicksale betrifft.
Es gibt nun aber eine interessante Spezies, die sich Astrologin/Astrologe nennt und fanatisch davon überzeugt ist, aus der Sternenkonstellation zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen dessen Persönlichkeitsstruktur erschließen und das zukünftige Schicksal vorhersagen zu können. Um dieser Anmaßung einen seriösen Anstrich zu verleihen, wird der Wortteil … „logie“ benutzt, was mit Wissenschaft und Lehre zu übersetzen ist. Durch sprachliche Hybris wird jedoch ein Irrtum nicht zur Wahrheit. Aber die Verkäufer dämlicher Horoskope und teurer Gutachten könnten ohne gläubige und damit passende Kundschaft kein Geschäft machen. Die Samtgemeinde der Irrgläubigen ist aber – wie es für alle Fanatiker gilt – resistent gegen gesunden Menschenverstand und wissenschaftliche Erkenntnis. Astrologische (Un-)Geistesabsonderungen liegen auf der Humbugskala zwischen „offensichtlich dreister Betrug“ und „Seriosität vorgaukelndes Getue“. Unterschiede liegen also nur in der „Qualität“ der Show. Gott sei Dank ist in unserer Demokratie jeder Blödsinn erlaubt, denn die Astrologie gehört zu den wenigen Dummheiten, die niemandem schaden, und die für denkende Menschen mit Humor durchaus Unterhaltungswert haben. Das mit ernsthafter Miene veranstaltete Brimborium um eine Lächerlichkeit hat schon was. Sogar das öffentlich-rechtliche Fernsehen räumt regelmäßig zum Jahreswechsel dieser Scharlatanerie Sendezeit ein. Diesen Tritt ins Fettnäpfchen mancher Gläubigen musste ich haben!
Es gibt nun aber eine interessante Spezies, die sich Astrologin/Astrologe nennt und fanatisch davon überzeugt ist, aus der Sternenkonstellation zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen dessen Persönlichkeitsstruktur erschließen und das zukünftige Schicksal vorhersagen zu können. Um dieser Anmaßung einen seriösen Anstrich zu verleihen, wird der Wortteil … „logie“ benutzt, was mit Wissenschaft und Lehre zu übersetzen ist. Durch sprachliche Hybris wird jedoch ein Irrtum nicht zur Wahrheit. Aber die Verkäufer dämlicher Horoskope und teurer Gutachten könnten ohne gläubige und damit passende Kundschaft kein Geschäft machen. Die Samtgemeinde der Irrgläubigen ist aber – wie es für alle Fanatiker gilt – resistent gegen gesunden Menschenverstand und wissenschaftliche Erkenntnis. Astrologische (Un-)Geistesabsonderungen liegen auf der Humbugskala zwischen „offensichtlich dreister Betrug“ und „Seriosität vorgaukelndes Getue“. Unterschiede liegen also nur in der „Qualität“ der Show. Gott sei Dank ist in unserer Demokratie jeder Blödsinn erlaubt, denn die Astrologie gehört zu den wenigen Dummheiten, die niemandem schaden, und die für denkende Menschen mit Humor durchaus Unterhaltungswert haben. Das mit ernsthafter Miene veranstaltete Brimborium um eine Lächerlichkeit hat schon was. Sogar das öffentlich-rechtliche Fernsehen räumt regelmäßig zum Jahreswechsel dieser Scharlatanerie Sendezeit ein. Diesen Tritt ins Fettnäpfchen mancher Gläubigen musste ich haben!
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Und nun ein ganz anderer Aspekt: Wenn ein Mensch versagt oder eine Niederlage erlitten hat oder mal wieder alles Mögliche schief gegangen ist, wird besonders in Politik und Sport gern „abgehakt und nach vorn geschaut“. Man will sich auf gar keinen Fall mit den Ursachen beschäftigen oder die Erinnerung wachhalten. Stattdessen werden Hoffnungen und Versprechen für die Zukunft ausgedrückt. Fehler und Niederlagen mögen im Sport ärgerlich und enttäuschend sein, sie werden aber nie als Makel bewertet – ein Sportler verliert nicht sein Gesicht. In der Politik ist das anders:
Hier ist eine machtbewusste und auf Außenwirkung bedachte Spezies tätig, die sich durch besondere Empfindlichkeit auszeichnet; die Angst vor Spott, Gesichts – und Machtverlust treibt sie um. „Nach vorn schauen“ heißt: in Zukunft wird alles besser. Sportler trösten sich damit und Politiker verarschen die Öffentlichkeit; denn Sportler können aus ihren Fehlern lernen, weil sie nichts mit Weltanschauung zu tun haben; während Politiker, wenn sie wirklich aus z.B. Wahlniederlagen etwas lernen wollten, entweder erfolglose Überzeugungen über Bord werfen oder mit allen Konsequenzen zu ihnen stehen müssten. Da machtgeile Politiker dafür charakterlich zu schwach sind, arbeiten sie mit haltlosen Versprechungen, Irreführungen und täuschenden Verpackungen, ohne wirklich etwas zu ändern „Nach vorn zu schauen“ besonders zu betonen, hat also nichts mit Optimismus zu tun sondern mit Selbst- und/oder Fremdtäuschung. Achtung und Vertrauen habe ich nur gegenüber Menschen, die ihre Fehler und Niederlagen nicht „abhaken“ sondern ehrlich bearbeiten und dadurch bewältigen. Nur solche Menschen haben wirklich „Zukunft“.
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