10.3.12

PC+CO


Seit Jahrzehnten wird von Eltern und pädagogischen Ratgebern die Frage aller Fragen diskutiert: Wie lange und was pro Tag dürfen denn die lieben Kleinen in welchem Alter „gucken“, ohne geistig-seelisch Schaden zu nehmen? Seitdem neben der Glotze der PC ähnliche Verbreitung gefunden hat, erweitert sich diese Frage auf „sitzen/spielen am PC“. Und alles was dramatisch ist, wird in diese Thematik reingepackt: Gewalt, Vereinsamung, Sucht und Gefahr von Verführungen querbeet. Massenweise Bücher und Fernsehsendungen beschäftigen sich mit diesen „Gefährdungen“. Zu „+Co“ gehört neben TV auch alles was mit „i…“ zu tun hat: pod, pad, phone. Mit irgendeinem Gerät sind die Kids fast immer beschäftigt; es wird exzessiv geglotzt, gespielt, gesurft, gehört, schriftlich oder mündlich Überflüssiges in die Welt hinaus posaunt. Soviel zum Zustand. Diagnosen und Lösungsvorschläge, ab wann das ganze „Usen“ zum Problem wird und wie dem abgeholfen oder vorgebeugt werden kann, gibt es zuhauf. Neues werde ich deshalb nicht beitragen können.

Ich habe aber von Kindern und Jugendlichen gehört, die Freude am Lesen, Denken, sportlicher Betätigung und an realen Freundschaften haben, weil sie in einer intakten Familie mit intelligenten Eltern leben. Diesen wird der Gebrauch von „PC+Co.“ nicht schaden; für die sowieso schon Benachteiligten werden sich dadurch die Vorschäden noch verschärfen. Auch hier zeigt sich wieder die alte Binsenweisheit: Nicht die Dinge sind das Problem, sondern der mit ihnen umgehende Mensch.


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