In diesem Kapitel möchte ich mir Gedanken machen über die positiven Aspekte von Macht, die es auch und sogar in der Eltern-Kind-Beziehung gibt. Die negativen Aspekte in Form von Machtmissbrauch sind im Kapitel „Gewalt“ erörtert worden.
In freiheitlichen Gesellschaften und diversen Institutionen ist delegierte, kontrollierte und demokratisch legitimierte Macht für ihr Funktionieren notwendig und sinnvoll. So gesehen stellt Macht die Fähigkeit und Berechtigung dar, Entscheidungen zu treffen, Handlungsanweisungen zu geben und diese auch durchzusetzen. Macht hat aber auch einen anderen Bedeutungsaspekt: Der Begriff hat etwas mit „machen“ zu tun. In diesem Sinne haben schon Babys ein ausgeprägtes Machtbedürfnis. Sie wollen etwas machen, d.h. sie wollen mit den Gegenständen ihrer Umwelt so „manipulieren“, dass ihre Vorstellungen/Pläne realisiert werden, dass sie Ergebnisse erzielen. Sie wollen beispielsweise die Legosteine zu einem Haus zusammensetzen. Oder sie wollen Einfluss nehmen (machen), dass ihre Eltern ihre Bedürfnisse befriedigen. Sie schreien, und Mama kommt mit dem Fläschchen. In der Psychologie wird dieses Machtbedürfnis als Selbstwirksamkeit bezeichnet. Alle Menschen haben dieses Bedürfnis und sind täglich mit seiner Befriedigung beschäftigt. Das gelungene Essen und der berufliche Erfolg machen in dieser Hinsicht zufrieden.
Ein weiterer Aspekt: Kinder/Jugendliche brauchen „mächtige“ Eltern. Solche Eltern haben also die Macht, ihre Kinder zu versorgen und zu beschützen. Sie bewirken (können es „machen“), dass sich ihre Kinder bei ihnen geborgen, sicher und unterstützt fühlen. Sie haben die Stärke, ihren Kindern Halt zu geben, indem sie sie im wörtlichen Sinne (im Arm) halten, wodurch die Kinder einen inneren Halt bekommen und nicht „haltlos“ werden. Diese Form von Machtgebrauch setzt also psychische Stärke und moralische Integrität voraus, sodass diese Eltern es nicht nötig haben, ihre machtvolle Überlegenheit zu missbrauchen. Wird elterliche Macht von den Kindern in diesem Sinne positiv/bedürfnisbefriedigend erlebt, werden sie wahrscheinlich später auch als Eltern ihre Macht konstruktiv einsetzen und tolerante, gewaltfreie Mitglieder unserer Gesellschaft werden.
Macht ist also ein genetisch bedingtes Urbedürfnis/eine Urlust aller kleinen und großen Menschen und nicht etwas ganz Schreckliches und Gefährliches. Destruktiv wird dieses Machtbedürfnis nur dann befriedigt, wenn sich Menschen durch erlebten Machtmissbrauch klein, minderwertig und „ohnmächtig“ fühlen und sich nur durch Gewalt mächtig (selbstwirksam) fühlen können.
In freiheitlichen Gesellschaften und diversen Institutionen ist delegierte, kontrollierte und demokratisch legitimierte Macht für ihr Funktionieren notwendig und sinnvoll. So gesehen stellt Macht die Fähigkeit und Berechtigung dar, Entscheidungen zu treffen, Handlungsanweisungen zu geben und diese auch durchzusetzen. Macht hat aber auch einen anderen Bedeutungsaspekt: Der Begriff hat etwas mit „machen“ zu tun. In diesem Sinne haben schon Babys ein ausgeprägtes Machtbedürfnis. Sie wollen etwas machen, d.h. sie wollen mit den Gegenständen ihrer Umwelt so „manipulieren“, dass ihre Vorstellungen/Pläne realisiert werden, dass sie Ergebnisse erzielen. Sie wollen beispielsweise die Legosteine zu einem Haus zusammensetzen. Oder sie wollen Einfluss nehmen (machen), dass ihre Eltern ihre Bedürfnisse befriedigen. Sie schreien, und Mama kommt mit dem Fläschchen. In der Psychologie wird dieses Machtbedürfnis als Selbstwirksamkeit bezeichnet. Alle Menschen haben dieses Bedürfnis und sind täglich mit seiner Befriedigung beschäftigt. Das gelungene Essen und der berufliche Erfolg machen in dieser Hinsicht zufrieden.
Ein weiterer Aspekt: Kinder/Jugendliche brauchen „mächtige“ Eltern. Solche Eltern haben also die Macht, ihre Kinder zu versorgen und zu beschützen. Sie bewirken (können es „machen“), dass sich ihre Kinder bei ihnen geborgen, sicher und unterstützt fühlen. Sie haben die Stärke, ihren Kindern Halt zu geben, indem sie sie im wörtlichen Sinne (im Arm) halten, wodurch die Kinder einen inneren Halt bekommen und nicht „haltlos“ werden. Diese Form von Machtgebrauch setzt also psychische Stärke und moralische Integrität voraus, sodass diese Eltern es nicht nötig haben, ihre machtvolle Überlegenheit zu missbrauchen. Wird elterliche Macht von den Kindern in diesem Sinne positiv/bedürfnisbefriedigend erlebt, werden sie wahrscheinlich später auch als Eltern ihre Macht konstruktiv einsetzen und tolerante, gewaltfreie Mitglieder unserer Gesellschaft werden.
Macht ist also ein genetisch bedingtes Urbedürfnis/eine Urlust aller kleinen und großen Menschen und nicht etwas ganz Schreckliches und Gefährliches. Destruktiv wird dieses Machtbedürfnis nur dann befriedigt, wenn sich Menschen durch erlebten Machtmissbrauch klein, minderwertig und „ohnmächtig“ fühlen und sich nur durch Gewalt mächtig (selbstwirksam) fühlen können.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen