„Kinder mit ´nem Willen kriegen was auf die Brillen“ klingt irgendwie veraltet, ist aber leider noch weit verbreitet. Eigenwilligkeit wird hier nicht als Tugend angesehen, sondern schmeckt schon fast nach Widerstand gegen die Staatsgewalt. Deutlich wird das auch bei der dämlichen und überflüssigen Anweisung „das heißt nicht ich will sondern ich möchte!“ Und das wird Kindern in einem Alter gesagt, in dem ihnen sogenannte Höflichkeitsfloskeln noch völlig fremd sind. Außerdem hat es etwas Lächerliches und Schwaches, wenn Eltern das kleinkindliche „ich will…“ als bedrohliche Absicht empfinden würden, die Machtverhältnisse umzukehren.
Das Alter, in dem Kleinkinder die Stärke ihres Willens trainieren, also auch das überlebenswichtige Wort „nein“ anzuwenden lernen, wird fälschlicherweise „Trotzphase“ genannt. Trotz beschreibt nämlich nicht das kindliche Verhalten, sondern ist eine negative Bewertung seitens der Erwachsenen. Richtig ist: Es handelt sich hier um Autonomie, also ein Verhalten nach eigener innerer Gesetzlichkeit, was man auch Selbstbestimmung nennt; und diese ist ein von den UN festgelegtes Grundrecht/ Menschenrecht. Bevor Erwachsene die Einhaltung der Menschenrechte in China und anderen Diktaturen anmahnen, sollten sie lieber erst mal ihren Kindern dieses Grundrecht auch in der Familie einräumen, so wie die Eltern das selbstverständlich für sich selbst in Anspruch nehmen.
Die Willensstärke der Kleinen wird auch deutlich, wenn sie beginnen, alles selbstständig machen zu wollen, um unabhängig von der Hilfe der Eltern zu werden. Eigentlich müssten Eltern ja froh sein, wenn sie von Tag zu Tag weniger als Dienstleistungspersonal gebraucht werden, stattdessen nehmen insbesondere Mütter ihren Kindern alles Mögliche ab, obwohl diese das schon allein können und bezeichnen das idiotischerweise als Fürsorglichkeit. Und es ist auch nicht fürsorglich, wenn Eltern sich besserwisserisch in das Privatleben ihrer Kinder einmischen. Wahre Fürsorge hat etwas mit einfühlendem Verständnis und Hilfe im Bedarfsfall zu tun. Mein Tipp, wenn Sie starke Kinder wollen: Bieten Sie Hilfe nur an und drängen Sie sie dem Kind nicht auf, geben Sie keine unerbetenen Ratschläge, sondern fragen Sie, ob Sie mit Ihrer Meinung gehört werden wollen. Sie werden staunen, wie selbstverantwortlich Kinder sind und wie oft Ihr Rat gefragt ist, wenn er nicht „von oben“ kommt.
Nur wer „nein“ sagen darf, kann auch ohne Gesichtsverlust „ja“ sagen. Die Entwicklung von Willensstärke, Motivation und der Kenntnis der eigenen Bedürfnisse hängen von einer aktiven Unterstützung der Kinder und Jugendlichen ab. Wer nur gelernt hat sich unterzuordnen und den Erwartungen der Mitmenschen zu entsprechen, wird mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann im Leben auf Kosten der Solidargemeinschaft viel Geld in die Portemonnaies von Psychotherapeuten spülen.
Leben Sie Ihren Kindern vor, wie man in sozialer Verantwortung eigenwillig ist, das wird allen Beteiligten gut tun.
Das Alter, in dem Kleinkinder die Stärke ihres Willens trainieren, also auch das überlebenswichtige Wort „nein“ anzuwenden lernen, wird fälschlicherweise „Trotzphase“ genannt. Trotz beschreibt nämlich nicht das kindliche Verhalten, sondern ist eine negative Bewertung seitens der Erwachsenen. Richtig ist: Es handelt sich hier um Autonomie, also ein Verhalten nach eigener innerer Gesetzlichkeit, was man auch Selbstbestimmung nennt; und diese ist ein von den UN festgelegtes Grundrecht/ Menschenrecht. Bevor Erwachsene die Einhaltung der Menschenrechte in China und anderen Diktaturen anmahnen, sollten sie lieber erst mal ihren Kindern dieses Grundrecht auch in der Familie einräumen, so wie die Eltern das selbstverständlich für sich selbst in Anspruch nehmen.
Die Willensstärke der Kleinen wird auch deutlich, wenn sie beginnen, alles selbstständig machen zu wollen, um unabhängig von der Hilfe der Eltern zu werden. Eigentlich müssten Eltern ja froh sein, wenn sie von Tag zu Tag weniger als Dienstleistungspersonal gebraucht werden, stattdessen nehmen insbesondere Mütter ihren Kindern alles Mögliche ab, obwohl diese das schon allein können und bezeichnen das idiotischerweise als Fürsorglichkeit. Und es ist auch nicht fürsorglich, wenn Eltern sich besserwisserisch in das Privatleben ihrer Kinder einmischen. Wahre Fürsorge hat etwas mit einfühlendem Verständnis und Hilfe im Bedarfsfall zu tun. Mein Tipp, wenn Sie starke Kinder wollen: Bieten Sie Hilfe nur an und drängen Sie sie dem Kind nicht auf, geben Sie keine unerbetenen Ratschläge, sondern fragen Sie, ob Sie mit Ihrer Meinung gehört werden wollen. Sie werden staunen, wie selbstverantwortlich Kinder sind und wie oft Ihr Rat gefragt ist, wenn er nicht „von oben“ kommt.
Nur wer „nein“ sagen darf, kann auch ohne Gesichtsverlust „ja“ sagen. Die Entwicklung von Willensstärke, Motivation und der Kenntnis der eigenen Bedürfnisse hängen von einer aktiven Unterstützung der Kinder und Jugendlichen ab. Wer nur gelernt hat sich unterzuordnen und den Erwartungen der Mitmenschen zu entsprechen, wird mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann im Leben auf Kosten der Solidargemeinschaft viel Geld in die Portemonnaies von Psychotherapeuten spülen.
Leben Sie Ihren Kindern vor, wie man in sozialer Verantwortung eigenwillig ist, das wird allen Beteiligten gut tun.
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