Wenn Kinder um Hilfe schreien, hat das zwei mögliche Gründe: entweder sind sie bequem oder in Not. Zur Hilfe im Notfall muss ich mich hier nicht äußern, das steht alles in den Gesetzbüchern. Zur Hilfe bei Bequemlichkeit möchte ich aber ein paar Gedanken loswerden.
Alle vernünftigen Kinder wollen ihre Eltern zu Sklaven abrichten. Alle vernünftigen Eltern lassen das aber nicht zu. Insbesondere Mütter neigen leider dazu, sich von ihren Kindern ausbeuten zu lassen, Väter sind gegen die kleinen Sklaventreiber eher resistent. Die genetisch bedingte mütterliche Fürsorglichkeit ist biologisch und sozial zweifellos ein hohes Gut, aber hierin liegt auch eine gewisse Anfälligkeit begründet, auch bequemen Kindern Dinge abzunehmen, die diese längst alleine können. Vom Schuhe Zubinden über Brote Schmieren bis zum Blusen Bügeln ließe sich hier eine Seiten füllende Liste zusammenstellen über überflüssige mütterliche Hilfen (Dienstleistungen). Die (durchaus nicht immer) lieben Kleinen werden viele Jahre von tätiger Mitarbeit im Hause befreit, und wenn sie dann mit 15 für alt genug gehalten werden, den Müll runterzubringen, weigern sich die gelernten Sklavenhalter natürlich (zu Recht); wie kommt Mama dazu, plötzlich Forderungen zu stellen oder gar zu streiken?
Alle vernünftigen Kinder wollen ihre Eltern zu Sklaven abrichten. Alle vernünftigen Eltern lassen das aber nicht zu. Insbesondere Mütter neigen leider dazu, sich von ihren Kindern ausbeuten zu lassen, Väter sind gegen die kleinen Sklaventreiber eher resistent. Die genetisch bedingte mütterliche Fürsorglichkeit ist biologisch und sozial zweifellos ein hohes Gut, aber hierin liegt auch eine gewisse Anfälligkeit begründet, auch bequemen Kindern Dinge abzunehmen, die diese längst alleine können. Vom Schuhe Zubinden über Brote Schmieren bis zum Blusen Bügeln ließe sich hier eine Seiten füllende Liste zusammenstellen über überflüssige mütterliche Hilfen (Dienstleistungen). Die (durchaus nicht immer) lieben Kleinen werden viele Jahre von tätiger Mitarbeit im Hause befreit, und wenn sie dann mit 15 für alt genug gehalten werden, den Müll runterzubringen, weigern sich die gelernten Sklavenhalter natürlich (zu Recht); wie kommt Mama dazu, plötzlich Forderungen zu stellen oder gar zu streiken?
Warum sind Mütter so opferbereit? Nehmen sie das Verbot von Kinderarbeit ernst? Fühlen sie sich nur nützlich, wenn sie dienen können? Können sie ihre Kinder nicht leiden sehen, wenn Selbst-ständigkeit unbequem ist? Möchten sie sich bis zum Rentenalter ihrer Kinder unersetzlich machen? Haben sie ein schlechtes Gewissen, wenn sich ihre Kinder gemeiner Weise für die Regelung ihrer Angelegenheiten anstrengen müssen? Können sie die wachsende Unabhängigkeit ihrer Kinder nicht ertragen, weil sie dann immer weniger gebraucht werden? Verwechseln Mütter ihre Dienstbarkeit mit Liebe? Nehmen sie ihre Kinder nicht ernst und trauen ihnen nichts zu?
Über diese und weitere solche Fragen sind Unmengen von Büchern geschrieben worden – lesen Sie, wenn Sie wollen. Mir reicht es an dieser Stelle, frecherweise die als moralisch wertvoll angesehene Dienstleistungsbereitschaft zu diskreditieren. Die Folgen dieser mütterlichen Rückgratverbiegung sind verheerend: Mädchen reiben sich später als Mütter genauso auf, Jungs heiraten Frauen, von denen sie dann diese Form von Mütterlichkeit erwarten. Liebe Mütter, nehmt den Kindern nichts ab und räumt ihnen keine Steine aus dem Weg; dann werden sie stark, unabhängig, selbstständig und selbstverantwortlich.
Wenn Eltern um Hilfe schreien, hat das nur einen Grund: Sie sind verzweifelt und hilflos, weil sie blind und taub sind für ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Von allen Seiten wird Eltern einge-redet, dass es für den Umgang mit Kindern besonderer Kompetenzen bedarf, die sie als pädagogische Laien natürlich nicht haben, und dass nur ausgewiesene Experten wissen was zu tun ist. Glauben Sie diesen Quatsch nicht! Wenn Sie ein einigermaßen anständiger Mensch sind, können Sie keine menschlichen/moralischen Fehler machen und brauchen deshalb keine Expertenratgeber. Natürlich machen Sie – wie alle Menschen – haufenweise Fehler, aber das macht nichts. Ihre Erfahrung sagt Ihnen: Wenn Sie mal Mist bauen, kriegen Sie von ihren erwachsenen und minderjährigen Mit-menschen eine klare Mitteilung, dann bitten Sie um Entschuldigung, und die Sache ist erledigt. Die einzigen Fehler, die Sie bei Ihren Kindern vermeiden müssen, sind, das Falsche als richtig zu verteidigen, die Kinder zu vernachlässigen und ihnen Gewalt anzutun. Sie können sich beim alltäglichen Umgang mit Ihren Kindern die Frage stellen, ob Sie im Prinzip so auch mit Ihren Partnern, Freunden oder Nachbarn umgehen würden. Wenn Sie die Frage verneinen, haben Sie etwas falsch gemacht, wenn sie die Frage bejahen, war alles ok. Für diese banale Einsicht bedarf es keiner pädagogischen Ratgeber.
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